DIY Schneesurfer

Do It Yourself Schneesurfer

Upcycling ist gerade mega angesagt. Da wollen wir Snowboarder natürlich nicht zurückstehen. In vielen Kellern stehen sie herum, die Schaumwaffeln. Billige Schaumkern – Konstrukte. Viele Jahre von den Sportartikel – Vollsortimentern und Discountern als Wintersportgerät, als Snowboard verkauft. Bunt lackierter Schrott, der maximal zum Herumrutschen auf den Piste taugte. Snowboarden konnte man mit den Dingern nicht. Herumrutschen ist aber das passende Stichwort. Denn um`s Herumrutschen geht`s bei unserem DIY – Schneesurfer – Projekt.

Der Winter hat gut begonnen. Im Bayerischen Wald öffnen noch vor Weihnachten ein paar Skilifte. Wie sich die Corona – Situation in den nächsten Wochen entwickelt, kann niemand genau sagen. Es kann gut sein, dass nach Weihnachten die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen und die Lifte wieder schließen müssen. Der kleine Hang in der Nachbarschaft bleibt aber auf alle Fälle geöffnet. Man braucht nur das passende Spaßboard.

Das finden wir, wenn wir in der Geschichte des Snowboardens gut 50 Jahre zurückgehen. Der SNURFER. 1965 erfunden von Sherman Poppen und in Amerika über eine Million mal verkauft, ist ein kurzes „Schneerutscherl“ mit einer Leine zum Festhalten. Ohne Bindung. Ohne Stahlkanten. Einfach draufstellen und den Hang damit hinunter gleiten. Ist nicht ganz so einfach, wie es sich anhört, aber es macht richtig Laune.Die Dinger gibt es mittlerweile wieder zu kaufen.

Man kann sich so einen Schneesurfer aber auch selber bauen. Neben etwas handwerklichem Geschick und 2 – 3 Stunden Zeit, benötigt man noch folgende Dinge:

(1) Eine Schaumwaffel ( z.B. von … , nein ich nenne jetzt hier keine Marke usw. – gibt nur Ärger – aber jeder weiß was ich meine). Ihr könnt auch ein defektes Snowboard (gestaucht, Kantenschaden, abgebrochen …) verwenden. Es sollte sich halt ein Stück von ungefähr 95 – 130 cm (je nach Körpergröße / -gewicht) heraussägen lassen.

(2) Ein Stück rutschhemmende Gummimatte. Ungefähr 60 – 70 cm lang. Die Breite hängt von der Breite des verwendeten Boards ab.

(3) Cuttermesser zum Zuschneiden der Gummimatte

(4) Meterstab oder Bandmaß

(5) Sprühkleber oder Kontaktkleber (z.B. Pattex zum Aufkleben der Gummimatte

(6) Farbe, falls ihr euren Schneesurfer künstlerisch gestalten wollt.

(7) 2 – Komponenten – Kleber (z.B. UHU Endfest usw.) zum Abdichten der Schnittkante am Heck. Muß bei einem Board mit reinem Kunststoffkern nicht unbedingt sein. Hat euer „Basisboard“ einen Holzkern, sollte man die Schnittkante mit einer dünnen Schicht abdichten. Es geht auch normale Lackfarbe. Die hält aber nicht so gut.

(8) 1,5 – 1,8 m kräftige Schnur. Man kann auch einen dickeren Schnürsenkel (z.B. aus einem alten Softboot) nehmen.

(9) Bohrmaschine + 6 – 8 mm Bohrer

(10) Schleifpapier und einen kleinen Schleifklotz. 180er Körnung um die Schnittkanten zu säubern. 240er Körnung um die Boardoberfläche für die Verklebung des Gummipads aufzurauen.

(11) Schablone für die Tailform. Da kann man sich kreativ austoben. Ein paar Vorschläge kommen später.

(12) Stichsäge mit Sägeblatt für Metall. Zum Zuschneiden des Schneesurfers müßt ihr auch die Stahlkanten des Boards durchtrennen. Die sind aus Stahl und leisten entsprechenden Widerstand.

(13) Talwärts „Snow never sucks“ Hoodie. Ok, ok, den braucht man zum Bau des Schneesurfers nicht unbedingt. Aber man sollte grundsätzlich einen Zuhause haben.

((14)) Feile zum Rundfeilen der Stahlkanten. Ich hab` vergessen die Feile dazu zu legen. Denken wir uns einfach sie liegt unter dem Talwärts Hoodie.

So, ihr seid an der Reihe. Ab in den Keller, Garage oder Werkstatt und die ganzen Sachen zusammen gesucht.In ein paar Tagen geht`s dann los mit dem Abschneiden des Boards und der Gestaltung des Schneesurfer – Tails.

Fragen? Nur her damit! Schreibt mich an (fb – messenger, email oder whatsapp)

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