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Mit
jugendlicher Unbekümmertheit, Kreativität und Begeisterung
machten wir uns ans Werk. Man muß sich das einmal vor Augen führen:
1989 war Snowboarden noch weitgehend unbekannt und wir eröffnen
einen Snowboardladen in einer der konservativsten Regionen Deutschlands.
Die schneesichere Gegend wimmelte zwar nur so von Wintersportlern, aber
alles Stockträger, eingefleischte Skisepperl! Das war echt Hardcore!
Doch wir ließen uns nicht beirren. Letztendlich hatte Fortuna
ein Einsehen.
1991 brach der Windsurfing Chiemsee Boom los und wir waren voll mit
dabei. Die Kasse klingelte. Wir zogen in einen größeren Laden
um. Gerade rechtzeitig, denn Mitte der Neunziger war Snowboarden plötzlich
total angesagt. Snowboardshops schossen wie Pilze aus dem Boden. Durch
unseren Wissens- und Erfahrungsvorsprung konnten wir unsere Position
weiter ausbauen. Alles schien wunderbar. Doch Snowboarden hatte sich
verändert. Es war zu einem knallharten Geschäft geworden.
Die Industrie versuchte gnadenlos, Kasse zu
machen.
Nicht der Spaß am Sport stand plötzlich im Mittelpunkt, sondern
es war angesagt zu Snowboarden. Snowboarden wurde zum Prestigeobjekt.
Die Marke wurde wichtiger, als die Qualität der Boards.
Die Snowboardfirmen nutzten diesen Hype ohne
Skrupel aus.
Dazu kam die von den Marketingabteilungen gesteuerte Freestylisierung
des Snowboardens. Im Wahn sich möglichst deutlich vom Ski-Establishment
zu unterscheiden, presste man Snowboarden durch die Skateboardschablone.
Wie sich langsam zeigt, ein kapitaler Fehler, auch wenn es die meisten
Snowboardmanager bis heute noch nicht begriffen haben.
Wir hatten Mitte der Achtziger aus Begeisterung diesen Sport begonnen,
und noch heute lodert die Flamme der Begeisterung in uns. Die Oberflächlichkeit,
die Snowboarden auf einmal durch zog, machte uns echt zu schaffen. Plötzlich
war man Snowboarder, weil die anderen Snowboarder waren. Wir waren Snowboarder,
weil es für uns nichts anderes gab! Die Industrie brachte Produkte
auf den Markt, die rein dem Marketing untergeordnet waren. Jibberboards,
Twintip-Shapes oder Baseless-Bindungen
sind Beispiele aus dieser Zeit. Alles Fehlkonstruktionen!
Man konnte mit diesem Mist gar nicht richtig fahren. Doch das schien
keinen zu interessieren. Die Snowboardszene war wie wild auf dieses
Zeug.
Alpinboards, Plattenbindungen und Hardboots
wurden links liegen gelassen. Es dauerte zwei Jahre, bis wir mit dieser
Situation richtig umgehen konnten. Im Rückblick waren diese Jahre
die wichtigsten in unserer Firmengeschichte. Sie haben uns geprägt,
uns sehr misstrauisch gegenüber der Snowboardindustrie gemacht.
Klar, wir leben auch vom Snowboardbusiness, doch nicht um jeden Preis.
Wir waren damals und sind es bis heute nicht bereit, unsere Überzeugung
zu verraten, nur um mehr Gewinn zu machen.
1996 kommt es zu einem großen Schnitt. Zwei Gesellschafter verlassen
die Firma. Der Laden bekommt ein neues Konzept. Der ganze Modekrempel
fliegt raus, auch Burton und Nitro werden aus dem Sortiment genommen.
Sie passen nicht mehr zu unserer Philosophie. Verkauft wird nur mehr,
was in unseren Augen richtig funktioniert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis
muß stimmen, überteuerter Poser-Stuff
fliegt raus.
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Unter
dem Namen
"TALWÄRTS"
geht`s back to the roots.
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Diese reine Performance-Ausrichtung,
die wir bis heute beibehalten haben, zahlt sich aus. Sie hält uns
auf Trab. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Produkten.
Durch unser Wissen und die jahrelange Erfahrung erkennen wir meist sehr
schnell, ob ein Produkt funktioniert oder nicht. Außerdem verfügen
wir über eine der größten und erfahrensten Testabteilungen
überhaupt, unsere Kunden! Wir sind nicht mehr auf das Geschwätz
der Außendienstmitarbeiter, oder den Blödsinn, den die Marketingtypen
der Snowboardindustrie in die Kataloge drucken, angewiesen.
Ein gutes Beispiel für unseren "Riecher"
ist die Marke FLOW.
Bereits im Februar 1997 hatten wir die ersten Exemplare der FLOW Bindung
bei einem Test mit dabei. Zu dieser Zeit hielten die meisten Snowboardfachhändler
eine "Burton Freestyle" für eine Top-Bindung. Inzwischen
ist FLOW auf dem Weg zur Marktführerschaft im Snowboardbindungsbereich.
Und wir, wir suchen schon wieder nach etwas besserem! Zugegeben, es
ist auch etwas Eigennutz dabei, schließlich sind wir nicht nur
Snowboardhändler, sondern immer noch leidenschaftliche Snowboarder.
Als solche sind wir immer scharf auf ein noch besseres Board oder einen
noch perfekteren Boot, damit wir noch etwas schneller oder ein Grad
mehr Schräglage fahren können.
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| Nur
ein paar Schritt vom Zentrum in die Amanstraße,
Richtung VHS. Da sind wir dann gleich auf der rechten
Seite. Parken geht auch ganz gut. |
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Ach
ja, seit ein paar Jahren haben wir unseren Laden in Deggendorf.
Dort sind wir noch nahe genug an den Bergen, um auch Abends noch eine
Runde Boarden gehen zu können, für unsere Kunden aber viel
leichter zu erreichen. Viele kommen mittlerweile von weit her (Danke
Leute!). Anreisen von über 100 km sind keine Seltenheit. Diese
Kundentreue ist es auch, die uns zuversichtlich in die Zukunft blicken
läßt.
Denn seit über 15 Jahren ist Snowboarden ein Bestandteil unseres
Lebens und wir sind ein Bestandteil des Snowboardens. Und so soll es
auch bleiben.
Wir wünschen Euch eine tolle Snowboardsaison.
Vielleicht sehen wir uns `mal auf der Piste oder sogar bei uns im Laden.
Herbert
Hackl
und die TALWÄRTS Crew
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