|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Do, Fr: 10 - 18 Uhr
Sa : 10 - 16 Uhr
Di : geschlossen
und nach Vereinbarung
|
 |
|
|
 |
|
|
|
 |
|
"Buyer´s
Guide"
- Kaufen,
aber was ?
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
Im
Folgenden findet ihr Tips
für den Kauf von Boards,
Bindungen und Schuhen. Dieser
kleine Ratgeber ersetzt aber
keinesfalls eine Beratung,
denn ein Beratungsgespräch
besteht immer aus einem Dialog.
Falls ihr euch nicht sicher
seid, welches Board ihr kaufen
sollt, schreibt uns eine Email
oder schaut im Laden vorbei.
|
|
 |
Der
Snowboardmarkt - Dichtung und
Wahrheit |
|
In
der heutigen Wirtschaft geht
nichts mehr ohne Werbung und
Marketing. In der Snowboardbranche
spielen diese beiden Begriffe
jedoch eine alles überragende
Rolle. Bei vielen Snowboardmarken
wird mehr über Zielgruppen,
Image und Marketingstrategien
nachgedacht, als über
Produktverbesserung.
Wir beobachten die Spielchen
der Snowboardindustrie schon
lange und schön langsam
glauben wir, dass die Zielgruppen-Beschreibung
des erwünschten Snowboardkäufers
"Image
bewußt, hohe Konsumbereitschaft,
zahlungskräftig, doof"
lautet. Bitte nicht mißverstehen,
nicht wir halten Snowboardkäufer
für doof, aber so wie
die Snowboardindustrie ihre
Kunden, dazu gehören
letztendlich auch wir, zu
verschaukeln versucht, müssen
die uns für komplett
Banane halten.
Wieso?
Die meisten Marken sind keine
eigenständigen Produzenten,
sie lassen produzieren. Viele
von ihnen haben nicht einmal
ein eigenes Entwicklungsteam,
sie lassen vom Hersteller
entwickelte Standardshapes
mit ihren Designs bedrucken
und vertreiben sie unter ihrem
eigenen Namen. Es werden ein
paar angesagte Teamrider eingekauft,
bunte Kataloge mit allerlei
Geschwafel gedruckt und fertig
ist die Imagemarke.
Einem guten Dutzend echter
Snowboardhersteller stehen
weit über 100 Snowboardmarken
gegenüber. Bei den meisten
großen Marken war bis
vor ein paar Jahren auf den
Boards die Angabe "Made
in Austria" zu
finden. In Österreich
befinden sich durch die lange
Tradition im Skibau auch die
besten Snowboardfabriken.
"Made
in Austria" war
stets ein Qualitätssiegel
und gut für`s Image der
Marke.
Tricksen
und Verschleiern.
Heute steht oftmals kein Herkunftsland
auf den Boards. Aus Imagegründen
wird verschwiegen, dass viele,
auch sehr teure Boards, mittlerweile
aus Tunesien, Polen, Bulgarien
oder China kommen. Eine Marke,
die sich seit Jahren an die
pubertierende Freestylerjugend
richtet, druckt "designed
in u.s.a" auf
die Bretter, das hört
sich cool an und verschleiert,
dass die Boards eigentlich
aus Niederbayern kommen. Überhaupt
ist die Snowboardbranche,
wenn es um`s Verschleiern
geht äußerst kreativ.
Eine der größten
Brands benutzt sehr wohlklingende
Namen für ihre verwendeten
Holzkerne, bezeichnete sie
als die besten und leichtesten,
die es gibt. Sucht man im
200 Seiten dicken Katalog
dann nach den verwendeten
Holzarten, findet man darüber
keine Angaben. Andere reiten
auf dem geringen Gewicht ihrer
Holzkerne herum, produzieren
die Boards aber im Nasslaminierverfahren.
Durch den, bei diesem Verfahren
unvermeidlichen Harzüberschuß
wird der Gewichtsvorteil selbst
des leichtesten Holzkerns
locker wieder aufgehoben.
Im Endeffekt alles Augenwischerei.
Es würde hier jetzt zu
weit führen, hier alle
uns bekannten Tricksereien
der Snowboardindustrie auf
zu führen. Aber generell
kann man sagen:
Vorsicht
beim Snowboardkauf! Nepper,
Schlepper, Bauerfänger!
Man sollte sich immer vor
Augen führen, dass ein
dicker Katalog, Teamrider
und die Anzeigen in den einschlägigen
Magazinen Kosten sind, die
das Produkt auf alle Fälle
verteuern. Ob sie die Qualität
des Boards verbessern, ist
fraglich. Oder deutlicher
gesagt, ein mittelmäßiges
Snowboard wird auch durch
den fettesten Katalog nicht
besser.
|
|
|
|
|
Der
wichtigste Grundsatz, den
ihr immer berücksichtigen
müsst lautet:
Board,
Bindung, Boot und der Fahrer
bilden ein System.
Alle vier Elemente müssen
harmonisch aufeinander abgestimmt
sein, um optimal funktionieren
zu können. Es macht keinen
Sinn, sich ein absolutes Topbrett
mit guter Bindung und einen
Einsteigerboot zu kaufen.
Durch den schlechten Schuh
werdet ihr nie in den Genuß
der tollen Fahrleistungen
des Brettes kommen. Wenn Board,
Bindung und Boot schon ein
System darstellen, dann ist
es nur logisch, wenn man beim
Kauf des Equipment systematisch
vorgeht. Zu erst sollte man
sich über seinen Könnensstand
und den Einsatzbereich klar
werden.
Das
Fahrkönnen bestimmt maßgeblich
die Klasse der Ausrüstung.
Hohes Fahrkönnen verlangt
nach hochwertigem Material,
als Einsteiger kann man durchaus
auf preisgünstigere Boards
und Bindungen zurückgreifen.
Aber niemals bei den Boots
sparen und Hände weg
von Billigssets!
Die nächste Frage ist,
welche Boardkategorie brauche
ich?
Alpin-,
Allmountain- oder Freestyleboard?
Für alle Speed- und Schräglagensüchtigen
kommt eigentlich nur ein Raceboard
in Frage. Leute, die die meiste
Zeit im Funpark oder der Pipe
verbringen, wählen am
besten ein reinrassiges Freestyleboard.
Die Möchtegern-Freestyler,
die stundenlang auf der Piste
vor selbst geschaufelten 70cm
Kickern sitzen und seit Jahren
vergeblich den 360er probieren,
brauchen keine Freestyleboard!
Ihr kauft euch besser einen
Klappstuhl, dann bekommt ihr
wenigstens keinen kalten Hintern.
Neunzig Prozent aller Snowboarder
werden wohl mit einem Allmountainboard
am glücklichsten werden.
Allmountainboards hießen
übrigens früher
Freerideboards. Laßt
euch von diesem neuesten Narrenstreich
aus den Marketingabteilungen
der Snowboardindustrie nicht
verwirren. Habt ihr euch dann
für die Board- und Preiskategorie
entschieden, heißt es
Hammer holen, Sparschwein
zerdeppern und ab in den Snowboardshop.
|
|
|
|
Der
Snowboardboot ist der Dreh-
und Angelpunkt, bei ihm
darf nicht gespart werden.
Lieber beim Board eine Stufe
niedriger einsteigen und
das gesparte Geld in den
Boot stecken.
Absolute
Todsünde:
den Schuh per Mailorder
kaufen.
Snowboardschuhe müssen
unbedingt probiert werden,
bevor man sie kauft. Am
besten abends, den die Füße
schwellen über den
Tag etwas an. Für den
Bootkauf mindestens eine
Stunde Zeit einplanen. Druckstellen
zeigen sich erst nach ca.
15 - 20 Minuten. Die Boots
möglichst mit den eigenen
Snowboardsocken probieren.
Bei der Größenauswahl
sich nicht vom Verkäufer
beschwatzen lassen. Die
lassen euch die Schuhe oft
schon von vorne herein eine
Nummer größer
probieren (alter Negertrick
um Passformschwächen
zu verschleiern!). Absoluter
Blödsinn!
Nichts
ist schlimmer als ein zu
großer Boot.
Der ständige Schlupf
führt unweigerlich
zu Reibstellen, vom wackeligen
Fahrgefühl mal ganz
zu schweigen. Gerade Softboots
weiten sich innerhalb weniger
Fahrtage um ein schönes
Stück. Diesen Umstand
bei der Wahl der Größe
unbedingt berücksichtigen.
Immer Boots mehrerer Marken
in vergleichbarer Preisklasse
probieren. Den mit der besten
Passform nehmen. Farbe und
Marke sind beim Bootkauf
absolut zweitrangig.
Härte
rules! Kauft euch
lieber einen härteren
Boot. Die Kraftübertragung
ist effektiver und sie schützen
den Knöchel besser. Und
wenn er hin und wieder ein
bisschen zwackt, was soll`s.
Snowboarden ist nichts für
Zimperliesen. Aber denen ist
es im Winter draußen
eh zu kalt.
|
|
|
|
|
Der
Snowboardmarkt bietet eine
fast unüberschaubare
Vielzahl an Marken und Boards,
da kann man schon leicht den
Überblick verlieren.
Am besten testen! Auf fast
allen Gletschern finden zu
Saisonbeginn Testveranstaltungen
statt. Dort können die
Boards vieler Marken kostenlos
getestet werden. Auch wir
tingeln diese Saison wieder
mit unserer Testtour durch
den Bayerischen Wald.
Ab
Mitte Dezember sind wir fast
jedes Wochenende an einem
anderen Lift und geben euch
Gelegenheit zum ausgiebigen
Materialtest.
Falls ihr keine Gelegenheit
zum Testen habt, müsst
ihr euch auf die Beratung
im Shop verlassen. Zuvor sammelt
aber so viele Informationen
wie möglich. Fast jede
Snowboardfirma bietet Prospekte
und Websites mit den wichtigsten
Infos zu ihren Produkten an.
Schaut euch nicht nur die
tollen Photos und die Boarddesigns
an, sondern vergleicht die
technischen Angaben.
In
unserem Lexikon findet ihr
Erläuterungen zu vielen
Fachbegriffen.
So gewappnet könnt ihr
dem Verkäufer im Snowboardshop
auf den Zahn fühlen.
Laßt euch nicht belabern!
Ihr zahlt gutes Geld für
euer neues Board, also habt
ihr auch Anspruch auf gute
Beratung. Wir verzichten hier
absichtlich auf obskure Formeln,
mit deren Hilfe man die Länge
des Boards berechnet, denn
es gibt sie nicht. Die Auswahl
des richtigen Brettes ist
viel zu komplex, um sie mit
einer einzigen Formel darstellen
zu können. Genauso empfehlen
wir hier keine Marken oder
Boards, denn es wäre
nicht seriös. Board XY
von der Marke P kann für
den Rider A das absolute Topbrett
sein, denn es passt von seinen
Fahreigenschaften genau zu
seinem Riderprofil, für
Rider B wäre es aber
der totale Fehlgriff.
|
|
|
|
|
Zu
guter letzt kommt die Bindung
dran. Nicht weil die Bindung
das unwichtigste ist, sondern
weil Board- und Bootwahl mehr
Einfluß auf die Bindungswahl
haben als umgekehrt.
Bei Raceboardern ist die
Auswahl relativ simpel.
Optimal ist eine Plattenbindung
mit Stepin-Funktion. Gute
Kraftübertragung und
hoher Einstiegskomfort sind
garantiert.
Bei Softboot-fahrern ist
die Auswahl etwas größer.
Softboot-Stepin-, Twostrap-
und FLOW-Bindung stehen zur
Auswahl. Die Marke FLOW wird
hier deshalb ausdrücklich
erwähnt, weil ihr Bindungssystem
einmalig ist auf dem Markt.
Durch ihre spezielle Konstruktion,
verbindet eine FLOW-Bindung
den Einstiegskomfort einer
Stepin-Bindung mit der Flexibilität
einer Strap-Bindung.
Von
einer Softboot-Stepin können
wir im nur abraten.
Die meisten Systeme sind veraltet
oder Fehlkonstruktionen. Es
gibt ein System, dass wir
gelegentlich Hardboot-Fahrern
als Alternative zu ihren Hardboots
empfehlen. Der Rest gehört
in die Mülltonne.
Bei den klassischen Two-Straps
bietet der Markt eine riesige
Auswahl.
Ob Two-Strap oder FLOW - Bindung
ist eure Entscheidung. Auch
hier gilt: am besten testen.
Maßgebliche Kaufkriterien
sind Kraftübertragung
und Passform. Viele Hersteller
bieten ihre Bindungen in verschiedenen
Größen an. Achtet
darauf dass Bindungs- und
Schuhgröße zueinander
passen. Auch die Boardbreite
spielt eine Rolle. Das Bindungschassis
darf nicht zu lang sein und
über das Board hinausragen.
Die Länge der Straps
und der Vorlagewinkel des
Highbacks müssen einstellbar
sein. Bei großen Schuhgrößen
ist eine Toeramp von Vorteil.
|
|
|
|