Talwärts Liftcheck Skilift Rabenstein

Januar 22nd, 2018

Jahr für Jahr nahm ich es mir vor, aber irgendwie wurde nie was draus – aus dem TALWÄRTS LIFTCHECK = alle kleineren Lift in der Region ansteuern, ne Runde Boarden und eine kleine Review schreiben.
Am World Snowboardday 2018 war`s dann doch soweit. Boards, Boots und sonstigen Krimskrams in den Kofferraum und ab zum Lift checken. Die Wahl fiel spontan auf den Skilift Lohwaldhäng zwischen Ludwigsthal und Lindbergmühle.

Erste Überraschung: die Lohwaldhäng ließ mich hängen. Der Lift war zu.
Eine Alternative mußte her. Die fand sich nicht weit entfernt in Rabenstein. Das kleine Bergdorf liegt etwas oberhalb von Zwiesel. Der Lift war in Betrieb und meine Laune besserte sich schlagartig.

Zweite Überaschung: keiner da. Zumindest auf dem Hang. Eine einzige Spur auf der sauber präparierten Piste. Kein Anstehen, kein Aufpassen beim Carven. Wo keiner ist, kann mich auch keiner von hinten abräumen. Wie geil ist das denn.
Ab zum Lifthäuschen, Karte kaufen.  Leichte Irritation ob der Frage ob ich den Mitglied sei. Der Lift wird vom Wintersportverein Rabenstein betrieben. Vereins – Mitglieder bekommen die Liftkarte billiger. Wobei billiger geht`s ja kaum noch. Ich hab` als Nichtmitglied € 6,00 für die Halbtageskarte bezahlt. Das ist schon sehr günstig. 4 Stunden Snowboarden für € 6,00. WSV Rabenstein Mitglieder zahlen € 4,00. Die Piste sauber präpariert, die Liftspur top, rings um mich herum Winterwonderland. Das alles für € 1,50 / Stunde. Ok, die Piste ist mit 350m nicht allzu lang und der Lift ist ein Seilumlauflift, aber bei € 1,50 / Stunde darf keiner meckern?

Ich hatte 3 Stunden lang einen Mörderspaß. Der Hang war toll präpariert und hatte richtig Grip. Im Laufe des Nachmittags kamen noch ein paar Ski – Kiddies, die sind neben dem Lift immer durch den Wald gesaust. Am Pistenrand haben sich ein Snowboarder und ein Skifahrer nen Kicker geschaufelt. Für mich war das heute eine Reise in die Vergangenheit. Genau unter diesen Bedingung habe ich vor über 30 Jahren Snowboarden gelernt. Ein kleiner Lift, eine kurze Piste ein Snowboard und ich. Kein Apresski – Halligalli, kein Kabinenbahn – Luxus, kein Sessellift – Komfort. Lange habe ich Snowboarden nicht mehr so pur und unverfälscht erlebt. Der Skilift und die Piste in Rabenstein sind auf`s nötigste reduziert. Aber braucht es wirklich mehr um ein paar tolle Stunden im Schnee zu verbringen?

Weil wir gerade von Stunden sprechen. Am Lifthäuschen hängt eine Uhr. So um 13.20 bin ich das erste Mal mit dem Lift hochgefahren. Irgendwann fiel mein Blick auf die Uhr an der Außenwand des Liftstüberls. Halb Drei. Verdammt die Zeit verfliegt heute aber schnell. Hoch mit dem Lift, runter. Hoch mit dem Lift, runter … . Zwischen all dem rauf und runter ein Blick auf die Uhr. Halb Drei. Geil, erst halb Drei. Da hab` ich ja noch voll viel Zeit. Hoch mit dem Lift, runter. Hoch mit dem Lift, runter. Hoch mit … . Blick auf die Uhr. Halb Drei. Verdammt, ich bin total fertig. Das kann nicht sein. Blick auf`s Handy. Kurz vor Vier. Ich war so gestoked, dass ich nicht gemerkt habe, dass die Uhr stand.

Fazit: Der Skilift Rabenstein ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Piste und Lift sind gepflegt. Zufahrt und Parkplatz gut geräumt. Die Liftbetreiber sind freundlich und zuvorkommend. Nur der kleine Liftboy sollte bei der Arbeit etwas weniger fluchen. Das Gefälle der Piste ist nicht allzu steil, aber man wird schnell genug um saubere Carves ziehen zu können. Vom Liftausstieg bis zur Piste sind`s ein paar Meter. Wer ein schlecht gewachstes Board hat muß ein wenig pushen. Beim Zugang zum Lift geht`s etwas hoch. Muß man halt auch etwas mit dem hinteren Bein nachhelfen. Das könnte bei eisigeren Schneebedingungen etwas mühsam werden. Eine nette, kleine Hütte mit Bewirtung ist vorhanden. Im Außenbereich sieht es etwas mager aus. Kaum Sitzgelegenheiten. Keine Schneebar usw. .
Ist jetzt für mich persönlich nicht so wichtig. Im Hinblick auf die, durch die östereichischen Skigebiete gesetzten Standards sind diese Dinge aber Pflicht. Der Bayerische Wald vermarktet sich als Wintersportregion und muß sich somit an den Benchmarks der Mitbewerber orientieren. Das im Woid allgegenwärtige „daugt scho“ bringt niemand weiter.
Zu diesen must haves gehört auch ein Snowpark. Ein Skilift / Skigebiet ohne Snowpark für Freeskier und Snowboarder ist nicht mehr zeitgemäß. In der Bewertung ergibt deshalb ein fehlender bzw. unprofessioneller Snowpark immer den Abzug eines Liftbügels.
Bei einem kleinen Skilift wie in Rabenstein erwartet niemand eine perfekte Kickerline oder einen Funpark mit einem dutzend Ostacles. Aber für 1 – 2 Boxen wäre durchaus Platz.

Der Skilift Rabenstein bietet trotzdem ein hervorragendes Preis- / Leistungsverhältnis. Eine klare Empfehlung für alle die mal schnell ein paar Stunden Wintersport betreiben wollen und auf alpenländische Apresski – Folkore verzichten können.

Liftcheck Ergebnis: 3,5 von 5 Liftbügeln ( =noch gut, aber es gibt auch noch Luft nach oben)

Zum Abschluß noch die Öffnungszeiten:

Freitag: 13.00 – 21.00 (ab 18 Uhr Flutlicht)
Samstag: 13.00 – 17.00
Sonntag: 13.00 – 17.00
Für Gruppen und Kurse öffnet der Lift nach Absprache auch an anderen Tagen.

und die Liftkartenpreise:

Halbtageskarten (13.00 – 17.00):

Nichtmitglieder Schüler / Jugendliche € 5,00 Erwachsene € 6,00

Flutlicht (Freitag 18.00 – 21.00) € 3,00

Der Talwärts Liftcheck ist weder objektiv noch wissenschaftlich fundiert. Es geht nicht um ISO – konforme Erbsenzählerei, sondern um meinen subjektiven Eindruck von einem Lift / Skigebiet. Bin in den letzten 30 Jahren doch viel rumgekommen. Hab` einiges gesehen und erlebt. Diese Erfahrungen sind die Grundlage des Checks. Bin ich gestoked gibt`s viele Liftbügel.
5 Liftbügel = Stoke im Überfluß / 0 Liftbügel = kannste dir sparen

Das war`s dann auch schon mit dem ersten Talwärts Liftcheck.
Für Kritik und Anregungen bin ich immer offen. Schreibt mir eine Email oder ruft mich an.
Wenn`s euch gefallen hat, schaut einfach öfters auf der Talwärts Website vorbei oder abonniert die Talwärts Facebook – Seite.

snow never sucks

Herbert Hackl

Light Board Corp Bondedfleece Ziphoodie

Januar 13th, 2018

Wieder eingetroffen. Bondedfleece Ziphoodies von Light. Innen warm durch Polyesterfleece, außen wind- und wasserabweisend durch elastisches Polyester – Obermaterial. Stylisches Teil zum Boarden im Frühjahr, als Layer unter die Snowboardjacke für die kalten Tage oder einfach als Freizeitjacke zum lässigen Preis von € 79,95

Gibt`s in den Größen S – XL

Stokedmagazin Ausgabe 21

Januar 11th, 2018

Das neue STOKEDMAGAZIN – formely know as 40inch – ist heute eingetroffen. Auch die Winterausgabe ist prall gefüllt mit Infos, Fakten und Geschichten rund um das Thema Longboarden, während der Preis diesesmal mit € 3,00 eher mager ausfällt.

Forvert Rucksäcke eingetroffen

November 27th, 2017

Heute sind `ne Menge neue Forvert Rucksäcke eingetroffen. Alle mit Boardcatcher für Snowboards und Skateboards. Ein optimales Weihnachtsgeschenk für jeden Boardsportfreak.

Kirschie Ule Richie Show Rail to go Session

November 25th, 2017

Snowrecycling Session Nr. 2

Die Kirschie Ule Richie Show war wieder mit Autoanhänger und ihrem Rail to go unterwegs. Dieses Mal landeten die Überreste der Eisflächen – Präparation der Regener Eishalle im Park beim Regener Parkhaus. Wie man sieht, braucht man nicht viel um mit einem Snowboard Spaß zu haben.

Use your brain, move your ass, phone your buddies, grab your board, look for snow and have fun!

#snowneversucks #kirschieulerichieshow #talwaerts #schlussmitdemfolkloreterror

ABC of … Snowboarding

November 19th, 2017

Tolles Video über die Entwicklung und Veränderung des Snowboardens von Red Bull TV. Das ganze Feature findet ihr

auf Red Bull TV unter folgendem Link.

https://www.redbull.tv/video/AP-1SXCPXFKW1W11/abc-of-snowboarding?cmpid=msoc-rbfb

#talwaerts #redbull #snowneversucks #keinechancedergstanzlmafia

Rossignol Snowboards Sushi Yama Official Movie

November 14th, 2017

Das neue Rossignol Snowboards Video Sushi Yama ist ganz großes Kino.

Holt euch Popcorn und was zum Trinken bevor ihr auf „Play“ klickt.

#talwaerts #rossignolsnowboards #machmalsushibeidiefische

Asymetrie und Inkompetenz

Oktober 31st, 2017

HALLOWEEN – überall Bilder von gruseligen Gestalten, blutverschmierten Gesichtern und angsteinflößenden Kürbisen.

Da will ich nicht zurückstehen und poste ein Foto, bei dem es jeden Snowboard – Nerd das Blut in den Adern gefriert.
Es ist jetzt nicht das Rossignol Trickstick Modeljahr 2017, das einem kalte Schauer über den Rücken jagt. Das Board ist eine sehr interessante Neuentwicklung von Rossignol. Solide Materialqualität, gemixt mit einem Feature aus der Snowboardmottenkiste und der Rossignol Lite Frame Technologie. Das Board ist auf alle Fälle ein Leckerli für alle Freestyle orientierten Snowboarder.
Das Grauenhafte an diesem Bild (es stammt vom Internetshop eines europäischen Skihändlers) ist ein kleines, aber wichtiges Detail. Anscheinend war dem Bindungsmonteur die Bedeutung der asymetrischen Abstimung des Tricksticks nicht bewußt.
Asymetrie bei Snowboards ist eigentlich ein alter Hut. Asymetrische Boards gab`s vor 20 Jahren in Hülle und Fülle. Dann viel die Technologie dem Gewinnstreben und dem Kosteneinsparungswahn zum Opfer.
Ich möchte jetzt nicht auf die vielen Asymetrie – Möglichkeiten bei der Snowboardformgebung eingehen, das würde Stunden dauern.
Worin liegt die Asymetrie des Rossignol Trickstick? Ganz simpel – es hat einen asymetrischen Flex. Das Biegeverhalten des Boards ist so abgestimmt, dass das Brett Backside bei gleichem Aufkantwinkel kleinere Radien fährt als auf der Frontside. Damit trägt man dem Umstand Rechnung, dass Snowboarder auf der Backside nicht so leicht aufkanten können wie auf der Frontside. Durch die Asymetrie im Board wird die anatomische Asymetrie der Beweglichkeit des Knie- und Fußgelenks etwas kompensiert. Jeder Snowboarder kennt den Unterschied zwischen einem Schwung auf der Zehen- bzw. Fersenkante. Auf der Backside fällt einem die Boardkontrolle nicht so leicht. Hier setzt das unterschiedliche Biegeverhalten des Rossignol Trickstick an. Es ermöglicht aggressivere und kontrolliertere Backsideschwünge.

VORAUSGESETZT DIE BINDUNG IST RICHTIG MONTIERT!

Leider hat`s die Fachkraft aus dem Skisepperlshop nicht umrissen. So wie die Bindung auf dem Foto montiert ist, steht der Snowboarder falsch. Das bedeutet das Board zieht Frontside wie Hechtsuppe um die Kurve, während auf der Backside nicht viel geht.

Laut Artikelbeschreibung handelt es sich bei dem abgebildeten Trickstick um ein Testboard. Wenn die Typen das Board so montiert als Testboard ausgegeben haben – Prost Mahlzeit.
Da grübelt und tüfftelt der Snowboardentwickler monatelang um ein tolles Snowboard rauszubringen und die Fachkraft aus der Skibude versaut`s. HORROR!

Darum, Augen auf beim Snowboardkauf

#talwaerts #nevertrustaskisepperl #snowneversucks

 

Kirschie Ule Richie Show Seasonopening

Oktober 16th, 2017

Ein traumhaftes Herbstwochenende mit Temperaturen über 20 Grad, weit und breit kein Schnee in Sicht und die Jungs von der Kirschie Ule Richie Show veranstalten eine kleine, feine Rail – Session in Kirschie`s Garten?
Man benötigt: ein gewisses Maß an Snowboard – Begeisterung, Kreativität, einen Autoanhänger, ein kleines Rail und eine Eishalle in der Nähe. Die bei der Präparierung der Eisfläche in der Regener Eishalle anfallenden Eisreste auf den Anhänger geschaufelt und ab damit nach March. Das Eis im Garten zu Inrun und Landing geformt. Das Rail dazwischen positioniert – fertig. Ab geht die Lucy!

#kirschieulerichieshow  #snowneversucks  #eishalleregen

Das neue Stokedmagazin ist ab sofort im Shop erhältlich

September 9th, 2017

Wer kann sich noch an den Claim „Aus Raider wird jetzt Twix … sonst ändert sich nix“ erinnern? Sinngemäß läßt sich das Sprüchchen auch auf die aktuelle Ausgabe der 40inch übertragen. Aus 40inch wird Stokedmagazin … sonst ändert sich nicht viel. Außer dem neuen Namen und die Erweiterung um das Thema Surfen bleibt alles beim Alten. Die 20. Ausgabe ist prall gefüllt mit Einblicken in die Longboardszene Hollands, Berichten über ungewöhnliche Lebensentwürfe, einem Special zum Thema Longboard – Selbstbau, Achsen- und Deckspräsentationen, Grundsätzlichem zur Frage „Ist Longboarden ein Sport“ und einem Spotreport über die Trinkwassertalsperre in Frauenau.
Auch Richard „Richie“ Enzmann und der Rick „the rolling dutchman“ Willeboordse haben es mit ihrer „Was passiert, wenn ich mir eine Feuerwerksrakete unten ans Board klebe – Aktion“ ins aktuelle Heft geschafft.

Das Mag gibt`s ab sofort im Shop für flockige 6 Euronen. Also kaufen, kaufen, kaufen bevor es vergriffen ist.

Bevor ich`s vergesse. Nächsten Samstag, 16. 09. von 14.00 – 18.00 Boards + Kekse im Shop und auf dem Parkplatz vorm Schloß. Richie zeigt Einsteigern wie das so funktioniert mit dem Longboarden, es gibt ein paar Surfskates zum Testen und natürlich Kekse. Was red` ich, ist ja ohnehin absolut alternativlos. Ich wollte euch nur noch mal daran erinnern.

#talwaerts  #stokedmagazin  #kirschierichieshow   #boardsundkekse   #ist jasowiesoalternativlos #schlussmitdemfolkloreterror