KirschieRichieShow is dead

September 20th, 2017

Gerhard „Kirschie“ Kirsch und Richard „Richie“ Enzmann aka DieKirschieundRichieShow hören auf.

Schluß mit lustig. Aus die Maus. Keine Core – Aktionen mehr. Keine KRS Sessions. Keine Videos. Kein Hillbilly Jam.

Der Bayerische Wald verliert seinen einzigen Link zur nationalen und internationalen Boardsportszene. Die beiden und die Crew um sie herum waren das Aushängeschild zum Thema Snowboarden und Actionsport im Bayerischen Wald.

Nach genau 10 Jahren ist jetzt Schluß. Gründe gibt es einige. Die beiden älter geworden. Haben eine 40 Stunden Arbeitswoche und Familie. Das mag jetzt den ein oder anderen überraschen. Snowboarder, Longboarder, alle Actionsportler sind ganz normale Menschen. Sie gehen einem Beruf nach, bekommen Kinder, zahlen Steuern.

Die gesamte KRS Crew ist immer noch stark mit dem Boardsport verbunden. Richie wurde erst heuer von der Longboardfirma Moonshine MfG ins Factoryteam aufgenommen. Egal, ob Snowboarden, Longboarden oder Stand Up Paddeln – die Jungs sind immer noch vorne mit dabei.

Sie haben nicht die Freude am Boardsport verloren, sondern sind es leid im Bayerischen Wald gegen den hinterwädlerischen Argwohn gegenüber allem Neuen, die allgegenwertige „Daugt scho“ – Mentalität und die immer weiter umgreifende Methode, die Rückständigkeit der Region als Tradition auszugeben anzukämpfen.

Der Bayerische Wald ist eine der Regionen in Deutschland, die vom demografischen Wandel am härtesten betroffen sind. Es wandern überduchschnittlich viele gut ausgebildete junge Menschen ab. Dieses Problem besteht seit vielen Jahren und gewinnt immer mehr an Dynamik. Mandats- und Entscheidungsträger verweisen auf die mangelnden Arbeitsplätze für junge Akademiker und fehlende Aufstiegschancen. Das ist nur die halbe Wahrheit und letztendlich sind es nur Nebelkerzen um von der eigenen Untätigkeit abzulenken.

Fakt ist: DER BAYERISCHE WALD IST FÜR DIE GENERATION 15 – 40 UNATTRAKTIV.

Und es ist nicht nur ein Imageproblem, sondern harte Realität.  1980 statt 2017, damit kann man den Bayerischen Wald kurz und bündig beschreiben. Und wer will als junger Mensch in einer Region arbeiten und leben, die in den 80 – er Jahren des letzten Jahrtausend hängen geblieben ist, wenn er 170 km entfernt im Jahre 2017 leben und arbeiten kann.  Nicht nur ein großer Teil der jungen Menschen im Bayerischen Wald empfindet die Region als langweilig und rückständig, auch im Tourismus spiegelt sich das wider.

Laut einer Centouris Umfrage aus dem Jahr 2016 liegt des Durchschnittsalter der Urlauber im Bayerischen Wald bei 53. 81% der Urlauber sind über 40. Der Anteil der über 70 jährigen Touristen ist dreimal so groß, wie der Anteil der 14 – 29 jährigen. Nur 4% der Urlauber im Bayerischen Wald sind zwischen 14 und 29 Jahre alt. Wer nur ein bißchen offen ist für Trends, Innovationen und Lifestyle wird sich über diese Zahlen nicht wundern. Der Bayerische Wald ist aus der Zeit gefallen.

Was macht die Politik? Hier geht es jetzt nicht darum den Politikern die Schuld für alles was schief läuft in die Schuhe zu schieben. Wir leben in einer indirekten Demokratie. Der Bürger gibt einen Großteil seiner Gestaltungsmacht durch die Wahl an die Mandatsträger ab.  Sie haben die Gestaltungsmacht und -möglichkeiten. Somit stehen die Politiker durchaus in einer gewissen Verantwortung.

Die Politikkaste in unserer Region bejammert seit Jahren den Wegzug der jungen Generation und wird nicht müde darin Besserung zu versprechen. So richtig packt das Problems aber keiner an. Kein Politiker traut sich auszusprechen, dass man für die Minderung der der Abwanderung bzw. Verjüngung der Urlaubsgäste über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren die Interessen der jungen Generation in den Vordergrund stellen müßte. Solange wird es mindestens dauern, bis man in der Region ein national konkurrenzfähiges Angebot an Jugendkultur, Action- und Trendsport geschaffen hat. Den jungen Menschen wieder das Gefühl vermittelt, hier werden sie ernst genommen, hier können sie sich entfalten. Ist der Woid erstmal hip, dann kommt auch die Tourismus – Zielgruppe 14 – 29 von alleine. Was sich wiederum positiv auf die Jobsituation für junge Leute auswirkt. Junge Leute schaffen Jobs für junge Leute.

Unsere Mandatsträger betreiben Klientelpolitik der übelsten Sorte.  Der Großteil der Wähler im Bayerischen Wald hat die 50 bereits überschritten. Diese Zielgruppe muß bei Laune gehalten werden. Das geht am Besten mit Brot und Spielen, das wußten schon die alten Römer. Im Bayerischen Wald bedient man sich dazu Bier und Folkore. Denn eingezwängt in Dirndl und Lederhose, den Kopf benebelt vom Festbier und schunkelnd zu gemächlichen, volkstümlichen Rhythmen läßt sich schwer aufmüpfig werden.

Ein Beispiel:

Das „drumherum“  erhält aus den Töpfen der Bayerischen Landesregierung (angeleiert vom für den Bayerischen Wald zuständigen Landtagsabgeordneten Brunner) einen Förderbetrag in Höhe von € 30.000,00 pro drumherum. Das ist aber nicht der einzige Förderbetrag der in diese Folkoresause gesteckt wird. Das 2016 für seine Arbeit im Bereich Rock- und Jugendkultur mit dem bayerischen Rockpreis ausgezeichnete Jugendcafe in Zwiesel nagt am Hungertuch.

Wie kann das sein?  Nun, das drumherum bietet massenkompatible Unterhaltung für den Trachtenjanker behängten Durchschnittswaidler.  Der lederbehoste Hillbilly frohlockt ob der Reizüberflutung durch Zwiefachen und volkstümlicher Weisen.  Die Regionalpolitiker sind zufrieden, denn die wichtigste Wählergruppe ist bespasst. Daugt scho! Dass man mit einer derartigen Überbewertung der Folkore das Image des Bayerischen Waldes als rückständige Hinterwäldler – Region nur noch fördert, scheint den Verantwortlichen nicht bewußt oder egal zu sein. Man setzt gleich noch eines drauf. In Freyung wird eine Volksmusikakademie gebaut. Kostenpunkt über 10 Millionen Euro (bezahlt aus Steuergeldern).

Das Jugendcafe Zwiesel auf der anderen Seite bietet keinen „kulturellen Seniorenteller“ , darum interessiert es die Entscheidungsträger im Landkreis nur am Rande. Nur vor der Wahl geben sich die Politiker  im Jugendcafe wieder die Klinke in die Hand und grinsen dreist in die Kamera. Unterstützung der Jugend? Aber klar! Machen wir! Kaum ist die Wahl vorbei sitzt man  wieder im Lodenjanker oder Dirndl bei irgendeiner Folkloreveranstaltung, schüttet sich eine Maß hinter`s Trachtenschmieserl und bejammert mit dem Hauptmann der örtlichen Feuerwehr das leidige Nachwuchsproblem.  Zuhause packt gerade der Sohn der Nachbarn die Koffer und verschwindet Richtung Leibzig, Berlin oder Innsbruck.  Und der Handwerksmeister schickt synchron  das 10 Stelleninserat an die PNP, weil sich seit Monaten kein einziger Bewerber für seinen Ausbildungsplatz gemeldet hat.

Eine Übertreibung? Keineswegs. Werfen wir einfach einen Blick auf den momentanen Landratswahlkampf.

Es verging im Sommer keine Woche, in der man im Lokalteil des Bayerwald Boten nicht mindestens ein Foto von einem Volksfest finden konnte, auf dem einen die versammelte Politikprominenz  mit dem Maßkrug in der Hand entgegen grinste. Ich will hier keine Grundsatzdiskussion zum Thema Alkoholmissbrauch anzetteln. Zu denken sollte einem das aber schon geben.

Wo war die Mandatsträgerschar, als am Geisskopf das Rock the Hill Festival stattfand? Nicht anwesend! Derartige Veranstaltungen interessieren sie nicht. Das ist nicht das klassische Wählerpotential, da gibt`s zuwenig Stimmen zu holen. Im Gegenteil, es könnte ja den ein oder andere (älteren) Wähler verschrecken, wenn man sich mit dreckverschmierten, tätowierten Mountainbikern ablichten läßt.

Das Dilemma ist, mit was ich mich nicht beschäftige werde ich nicht verstehen und es kann auch nicht Gegenstand meiner politischen Arbeit werden.

Das Thema Jugendabwanderung, Jugendkultur und Imageproblematik wird im Kampf ums Landratsamt eigentlich nur von Herrn Dr. Ebner aufgegriffen. Ein tiefere Auseinandersetzung mit dem Problem findet in seinem Wahlprogramm leider nicht statt. Konkrete Ideen bzw.  Lösungsansätze kommuniziert er nicht. Bei den anderen Kandidaten bietet das Wahlprogramm keinerlei Infos zur oben skizzierten Problematik. Man hat direkt das Gefühl, dass diese Kandidaten das Problem gar nicht als solches erkennen. Frau Rita Röhrl vertrat bei der Podiumsdiskussion die Ansicht, dass der Bayerische Wald keine Imageproblem habe. Sie wird in der PNP sogar mit den Worten zitiert, dass ein Yuppie aus der Großstadt, der den Bayerischen Wald nicht gut findet eben dort bleiben solle. Der Begriff Yuppie stammt aus den frühen 80 -er Jahren. Der zeitgemäße Begriff wäre Hipster gewesen. Womit wir wieder beim „Hängengeblieben“ angekommen wären.  Abgesehen von der Verwendung des veralteten Begriffs sind derartige Aussagen ein eindeutiger Beleg für fehlendes Problembewußtsein.

Ich will hier keinerlei Wahlempfehlung aussprechen. Nur aufzeigen, dass sich auch in Zukunft kaum etwas an der Situation für die junge und junggebliebene Generation im Bayerischen Wald ändern wird.

Und unter diesem Gesichtspunkt ist die Entscheidung von Gerhard, Richard und ihren Freunden mehr als verständlich. Jungs, ihr habt einen guten Job gemacht. Danke für euer Engagement und die tolle Zeit mit euch.

Dieser Post ist sehr lang geworden, aber das Ganze mußte jetzt einfach mal ausgesprochen werden. Ich danke euch für eure Zeit.

Herbert

 

Das neue Stokedmagazin ist ab sofort im Shop erhältlich

September 9th, 2017

Wer kann sich noch an den Claim „Aus Raider wird jetzt Twix … sonst ändert sich nix“ erinnern? Sinngemäß läßt sich das Sprüchchen auch auf die aktuelle Ausgabe der 40inch übertragen. Aus 40inch wird Stokedmagazin … sonst ändert sich nicht viel. Außer dem neuen Namen und die Erweiterung um das Thema Surfen bleibt alles beim Alten. Die 20. Ausgabe ist prall gefüllt mit Einblicken in die Longboardszene Hollands, Berichten über ungewöhnliche Lebensentwürfe, einem Special zum Thema Longboard – Selbstbau, Achsen- und Deckspräsentationen, Grundsätzlichem zur Frage „Ist Longboarden ein Sport“ und einem Spotreport über die Trinkwassertalsperre in Frauenau.
Auch Richard „Richie“ Enzmann und der Rick „the rolling dutchman“ Willeboordse haben es mit ihrer „Was passiert, wenn ich mir eine Feuerwerksrakete unten ans Board klebe – Aktion“ ins aktuelle Heft geschafft.

Das Mag gibt`s ab sofort im Shop für flockige 6 Euronen. Also kaufen, kaufen, kaufen bevor es vergriffen ist.

Bevor ich`s vergesse. Nächsten Samstag, 16. 09. von 14.00 – 18.00 Boards + Kekse im Shop und auf dem Parkplatz vorm Schloß. Richie zeigt Einsteigern wie das so funktioniert mit dem Longboarden, es gibt ein paar Surfskates zum Testen und natürlich Kekse. Was red` ich, ist ja ohnehin absolut alternativlos. Ich wollte euch nur noch mal daran erinnern.

#talwaerts  #stokedmagazin  #kirschierichieshow   #boardsundkekse   #ist jasowiesoalternativlos #schlussmitdemfolkloreterror

Boards und Kekse 2017 Nr. 1

August 4th, 2017

Boards and Kekse is back!

Boards und Kekse war der Titel unserer Hinterhof – Events in der Amanstrasse in Deggendorf. Boards testen,Videos kucken, Kekse knabbern, Boardsport – Smalltalk und nette Leute treffen. Das ist Boards + Kekse. Und damit geht´s jetzt in Theresienthal weiter.
Am 16. September startet die Reihe mit dem Themenschwerpunkt „Longboarden“
Von 14 – 18 Uhr könnt ihr am Parkplatz neben dem Schloss Theresienthal verschiedene Longboards testen. Für Anfänger gibt`s ein Longboardworkshop mit Richard „Richie“ Enzmann. Sollte es regnen,  fallen Longboardtest und -workshop leider aus. Den Keksen macht der Regen aber nichts aus. Die Veranstaltung findet dann halt nur im Shop statt.

Im Oktober gibt`s dann Boards + Kekse mit dem Thema „Neue Entwicklungen im Bereich Snowboarding“, gefolgt von einem Boardsportfilm – Special und einem „Snowboard – Tuning – Workshop“

Eingeladen ist jeder Boardsportinteressierte, egal ob Nerd oder Anfänger. Der Eintritt ist frei. Alterbeschränkung gibt`s keine. Der Dresscode ist simpel: erlaubt ist alles, außer Folklorefasching (Dirndl und Lederhose) und Fußballdress, da bekomm` ich Pickel von.
Für ausreichend Kekse ist gesorgt. Wir freuen uns aber auch über mitgebrachtes selbstgebackene Kekse, Muffins usw… .

Minderjährige benötigen für den Longboardtest bzw. den Workshop eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Einfach eine Nachricht an info@talwaerts.de und das Formular kommt als pdf.

Save the date and keep the world rolling!

Kozakov Challenge 2017 – 1

Juli 22nd, 2017

Christoph did it again!
Christoph „Töffl“ Lipp hat sich bei der Kozakov Challenge 2017 (IDF Worldcup Series) in Tschechien für`s A – Bracket (die besten 64 Starter) qualifiziert. Jetzt heißt`s Daumen drücken!
GO TÖFFL GO!

#kozakovchallenge #gotöfflgo #iconelongboards  #talwärts  #ridingfastsince1989

Early Bird Longboardsession Trinkwassertalsperre Frauenau

Juli 15th, 2017

Frühpushen statt Frühschoppen!
Die Longboardlocals treffen sich morgen, 16. Juli an der Trinwassertalsperre Frauenau zu einer Early Bird Longboardsession. Start: 9.00 (in Anbetracht der in der Skateboardszene üblichen fexiblen Auslegung von Terminen wird`s wohl eher 9.30 werden)
Mit machen kann jeder, der Lust, Laune und ein Longboard hat. Alle, die Lust und Laune aber kein Longboard haben, können sich im Shop ein Testboard holen. Bin heute auf alle Fälle bis 17 Uhr im Shop.

Wer mit macht, macht dies auf eigenes Risko. Falls ihr euch auf die Nase legt, kommt bitte nicht auf den Gedanken das uns in die Schuhe zu schieben, sondern seht als empirschen Beweis, dass bei euren Longboardskills noch Verbesserungsbedarf besteht.

#talwaerts   #keeptheworldrolling    #kirschierichieshow    #dawoidisnednurscheisse

Light SUP Silver Series 10,2″ und 9,8″ eingetroffen

Juni 30th, 2017

Diese Woche sind die ersten Stand Up Paddle Boards eingtroffen. Das 9,8″ und das 10,2″ aus der Silver Series von LIGHT.  Tolle, qualitativ hochwertige SUP Boards mit einem sehr guten Preis- / Leistungsverhältnis. Das 9,8″ kostet € 599,00 inkl. Pumpe, Transporttasche und US – Finne, Das 10,2″ – Set € 629,00.  Inkl. Alu – Paddel gibt`s das 10,2″ Silver Series SUP Board für € 689,00

Für alle, die Stand Up Paddeln mal ausprobiern möchten haben wir SUP Boards im Verleih.

#standupandpaddle    #talwärts   #schlussmitdemfolkloreterror

Holesome Sexbomb

Mai 14th, 2017

Das Holesome Sexbomb, ein Longboard – Freeride – Deck so scharf, dass man es besser an die Kette legt. Damit die Downhill – Tracks im Bayerischen Wald bomben geht natürlich auch.
Steife Hanf- / Bambuskonstruktion. 35,6 inch lang, leichter Rocker, kein allzu krasses Concave, Kicktail. Dafür kann man schon € 119,95 loseisen.

#unchainmypassion #talwärts-longboardshop #ridingfastsince1989 #schlussmitdemfolkloreterror

Holesome Longboarddeck Special

Mai 13th, 2017

Gerade rechtzeitig zum Saisonstart sind ein paar Holesome Longboarddecks eingetroffen. Die Decks

gibt`s solange Vorrat reicht – 30%. Das Street Sweeper II kostet somit nur mehr € 139,95 statt

€ 199,95. Eine augeklügelte Konstruktion aus 6 Lagen Hanf und 5 Lagen Bambus ermöglichen maximale

Stabilität und Flex zugleich. Durch die Vielzahl an Achsmontagemöglichkeiten läßt sich das Board auf die

gewünschten Fahreigenschaften trimmen. Sehr gutes Allrounder / Carver – Deck um z.B. sein Einsteiger

Komplettboard up zu graden.

Levi Siver windsurfing on a snowy mountain

Mai 10th, 2017

Frohe Ostern allerseits

April 16th, 2017

Da hat der Osterhase aber Glück gehabt.